Umfragen zeigen, dass alle Wohnformen vom Eigenheim zur eigenen Wohnung bis hin zu Lofts und Penthäusern nichts von ihrer Anziehungskraft verloren haben. Ein Eigenheim ist und bleibt einer der grössten Träume von Herr und Frau Schweizer. Rund drei Viertel der heutigen Mieter sind am Erwerb von Wohneigentum interessiert.
Eines der Worte, die man Kinder nicht lehren muss, ist das Wörtchen «mein». Privateigentum gehört unabdingbar zum Menschsein, es ist ein Naturrecht. Privateigentum ist die Voraussetzung für die Ausübung höchster Werte wie freier Wille und freie Entfaltung der Persönlichkeit.
Eigentum macht frei – sowohl im öffentlichen wie auch im privaten Leben. In der Tat gibt es ohne Privateigentum keine Freiheit, vor allem keine Freiheit gegenüber dem Staat. Eigentum ermöglicht wirtschaftliche Selbständigkeit, gewährt soziale Unabhängigkeit und ist zentral für die demokratische Willensbildung. Millionen von Menschen haben in den vormals kommunistischen Ländern vor allem deshalb so sehr gelitten, weil sie vom alles besitzenden, allmächtigen Staat abhängig waren.
Die Menschheitsgeschichte lehrt uns, dass es überall, wo das Privateigentum geschwächt und eingeschränkt wurde, auch mit der Freiheit des Individuums bergab ging, und regelmässig geht mit der Schwächung des Privateigentums auch eine Schwächung der demokratischen Staatsform einher.
Allerdings leben wir heute in einem interventionistischen Umfeld, wo die Politik bei jeder Gelegenheit «etwas» machen soll. Ständig werden mehr Eingriffsmöglichkeiten des Staates, mehr Sicherheit für den Einzelnen in allen Lebenslagen, mehr Einschränkungsmassnahmen für Gewerbetreibende, Unternehmer und Eigentümer gefordert.
Benjamin Franklin hat einmal gesagt: Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beide verlieren. Wie wahr.



