Bündner Wohneigentum

Zeitschrift des Hauseigentümerverbands Graubünden

Ausgabe 117 | Juni 2022

Editorial

Wahrscheinlich kennen auch Sie Pandemials

Pandemials sind junge Erwachsene, welche geprägt sind von Massnahmen während der Coronapandemie. Sie durchleben ihre zweite grosse globale Krise – nach der Finanzkrise 2008 jetzt die Pandemie. Dies hat Auswirkungen auf ihre Bildung, ihre wirtschaftlichen Aussichten, ihre psychische Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Deshalb werden die Betroffenen oft als «Lost Generation» bezeichnet.

Pandemials haben vielleicht nicht alle Schul- und Bildungspläne einhalten können, aber sie haben dafür viele andere massgebliche Dinge gelernt: So verloren sie beispielsweise die Planungssicherheit und gewannen an Flexibilität und an Selbstständigkeit. Dadurch werden sie die Treiber des Wandels sein, denn sie sind mit diesen Rahmenbedingungen aufgewachsen.

Die Pandemials haben die einmalige Chance, in der Nach-Corona-Zeit eine grosse Korrektur der bisherigen Wege und Werte in die Wege zu leiten – zum Beispiel mit «Qualität» statt «Quantität». Beim Bündner Tourismus könnte die neue Maxime mehr Lebensqualität und Nachhaltigkeit, weniger Wachstum und sorgfältiger Umgang mit unserer Umwelt bedeuten.

Auch das Arbeitsumfeld der Pandemials hat sich verändert: Bisher wurden Kinder bei Grossmüttern, Kinderfrauen, Schulen und anderen Institutionen aufgezogen. Mit dem Homeoffice finden nun Arbeit und Kinderbetreuung am selben Ort zur gleichen Zeit statt, was eine neue und spannende Herausforderung für alle Betroffenen ist.

Mit Homeoffice können die Menschen frei wählen, ob sie in der Stadt oder auf dem Land leben möchten. Zu einem städtischen Exodus dürfte dies nicht führen. Doch die Ferienregion Graubünden hat bereits erlebt, was es heisst, wenn zahlreiche Menschen aus den Städten die Dörfer in den Berggebieten als Arbeitsort auswählen.

Ich bin überzeugt, dass die Pandemials durch ihre Erfahrungen in und mit der Pandemie eine lebenswerte Welt gestalten werden.

Reto Nick

Geschäftsführer HEV Graubünden

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My Home is my Castle

My home is my castle kann sich nicht nur auf ein Gebäude beziehen, sondern auch auf eine Region oder auf einen Kanton. Zum Beispiel auf den Kanton Graubünden.

Die Besiedelung Graubündens galt erst nach der Zuwanderung der Walser mit ihren hölzernen Bauten als abgeschlossen. Die höher gelegenen Landschaften wurden zuvor gemieden, Davos bezeichnet ein Gebiet als «dort hinten liegend». Eine Klimaerwärmung in der Zeit der frühen Eidgenossenschaft ermöglichte diesen Ausbau des alpinen Raums. Das Ausweichen vor aufkommenden Pandemien mag diese Landnahme befördert haben, man wusste sich der Pest zu entziehen. Von dort erhielten die Kurorte ihren Nimbus als Heilungsspender, gefolgt als Sportreservat, mithin auch der Gesundheit dienlich. Die früheren Steinbauten der Romanischen, Italienischen beziehungsweise der städtischen Lateiner (Chur) standen nur entlang alter Passstrassen. Nun wurde alles erschlossen und restlos überbaut, im besten sprachlichen und wirtschaftlichen Einvernehmen. Das neu zugewonnene Landwirtschaftsgelände ernährte die stark gewachsene Bevölkerung und dazu den intensiven, im Gegensatz zur Innerschweiz, ganzjährigen Durchgangsverkehr. Es gab keine leeren Räume mehr, das rätische Gebiet galt als durchgestaltet und politisch gesichert, wurde unabhängig.

Andri Florin, Kilchberg

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Portrait

Luzi Bardill

Vorstandsmitglied HEV Graubünden

Name

Bardill

Vorname

Luzi

Übername

Plamfiebluzi, Fägr

Geburtsort

Jenaz

Geburtsdatum

17. Mai 1959

Zivilstand

verheiratet mit Cécile

Kinder

keine

Sprachen

Prättigrtütsch, Hochdeutsch, Englisch und Französisch

Geschwister

Hans und Annemarie

Beruf / Tätigkeit

Rechtsanwalt und Notar

Lieblingsbuch / Autor/in

David Baldacci

Musik, die mein Herz berührt

John Miles, Chris Rea und Lenglerkapellä

Bester Film / Serie

Der mit dem Wolf tanzt

Lieblingsort

Zuhause und Fanin – zur Not Südafrika

Haustiere

Jonny (Hauskatze, nicht Putzi)

Hobby

Jagd, E-Bike, Langlauf, Wandern, Jassen, Reisen

Lieblingsessen

Vrdämpfts, Zucchettireis – alles aus der Küche von Cécile

Würde ich nie essen

Tofu

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