Bündner Wohneigentum

Zeitschrift des Hauseigentümerverbands Graubünden

Ausgabe 118 | September 2022

Editorial

Die Zukunft neu denken und dem «Over-Prinzip» entgegenwirken

Das «Zukunftsinstitut» aus Frankfurt hat den Begriff «Over-Prinzip» für eine fatale Dynamik geprägt, die wir alle nur zu gut kennen: «Immer mehr vom Gleichen». 

So zum Beispiel der «Over-Tourismus»: Immer mehr Touristen überfluten Städte, Landschaften, Täler und Berge. Die Folgen liegen auf der Hand. Der Tourismus mit seinen Massenreisen stösst an Grenzen. Aber die Übersättigung durch den Massentourismus ist ein Tabu-Thema.

«Over-Medien»: Die Informations-Überflutung der Gesellschaft auf allen möglichen und unmöglichen Kanälen (Social Media) ist allgegenwärtig. Eine seriöse Berichterstattung durch die Medien wird immer mehr zur Nebensache. Was zählt, sind einzig die Clicks.

«Over-Handel»: Riesige Konsumtempel und immer grössere Outlets ausserhalb der Innenstädte prägen die Einkaufsgewohnheiten. Der Online-Handel wächst und wächst. Die Branche gerät an den Rand der Selbstzerstörung. Im Zusammenhang mit dem «Over-Handel» steht die «Over-Fashion». Die Modewellen sind dermassen eng getaktet, dass Kleider nur wenige Monate bis zum nächsten Trend getragen werden. Danach wirft man sie weg – auf den «Over-Müllhaufen».

«Over-Food»: Jumbo-Packungen sind heute der Normalfall. Viele Nahrungs- und Genussmittel führen zu Suchtproblemen und Übergewicht – mit dramatischen Folgen für die Gesellschaft. Zudem werden (zu) viele, einwandfreie Lebensmittel weggeworfen. 

Man könnte das «Over-Prinzip» ohne Not noch um viele andere Beispiele erweitern, zum Beispiel mit der «Over-Medizin» oder dem «Over-Marketing». 

Wer nun meint, die Probleme der massiven Übersättigung könne und müsse man mit neuen Vorschriften, Gesetzen und Verordnungen regeln, der irrt. Lehre und Praxis zeigen, dass eine höhere Regelungsdichte oft zum gegenteiligen Resultat führt. Gefragt sind innovative, zukunftsgerichtete Lösungen. Und ja, es geht nicht anders, wir müssen die Zukunft neu denken. Unser Kopf ist rund, damit die Gedanken kreisen können.

Reto Nick

Geschäftsführer HEV Graubünden

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My Home is my Castle

Im März dieses Jahres wurde mir schlagartig und sehr deutlich einmal mehr bewusst, dass es ein Privileg ist, ein Zuhause zu haben. Ein Zuhause, das sicher ist, in welchem man sich frei bewegen kann, wo man sich zuhause fühlt.

Derzeit sind unzählige Menschen auf der Flucht. Sie müssen ihr zu Hause zurücklassen. Was das heisst, habe ich etwas näher erfahren durch Gespräche mit einer schutzsuchenden Mutter und ihren Söhnen aus der Ukraine, welche bei uns in Pontresina in unserem Zuhause mit meiner Familie zusammenleben.

Was macht denn ein Zuhause aus oder den Ort, an dem man sich zu Hause fühlt? Ist es die Sprache? Sind es die Menschen? Ist es das Dorf oder die Stadt? Das Land? Das Bekannte und Vertraute? Ein Zuhause ist für mich nicht auf Mauern beschränkt. Es ist ein Ort, wo man in Menschlichkeit aufgefangen wird. Zu dieser Menschlichkeit kann man im eigenen Zuhause einladen. Andere Menschen können diese Menschlichkeit mitnehmen und an einem anderen Ort und zu einer anderen Zeit weitergeben. Wenn ich mein Zuhause teile, wird es also nicht weniger, im Gegenteil, es vermehrt sich.

Nora Saratz Cazin

Grossrätin und Gemeindepräsidentin Pontresina

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Portrait

Membro comitato APF/HEV Grigioni

Cognome

Zanetti

Nome

Francesco

Nomignolo

Landa

Luogo di nascita

Poschiavo

Data di nascita

5 febbraio 1957

Stato civile

sposato

Figli

2

Professione

pensionato

lingue

Italiano, tedesco, francese

Fratelli

5

Hobby

Bike, giardinaggio

Animali domestici

Il gatto, le ovaiole

Cibo preferito

Pizzoccheri, capunet

Non vorrei mai mangiare

molluschi

Musica

Classica

Libro preferito/autore

Racconti del prestino di Massimo Lardi

Film/documentari preferiti

Documentari sulla fauna e flora

Luogo preferito

In riva a un lago o sul nostro maggengo

Sono Fan di

architettura

Numero fortunato

9